Wie gut
dass ich nicht
an die Seele glaube
sonst wäre ich
schon ganz
entseelt.
So bin ich
angesichts der Welt
nur entgeistert.
Sonntag, 10. Dezember 2017
Feierabend vor dem Kamin
nach dem abenteuer
ein abendfeuer
meeresstille im büro
eisfreie zone
drausen friert stein und bein
drinnen wärmt sich
das fleisch
harrt der Dinge
und deren Ende
aber vorher
die freuden
des schlafes
wer weiß schon
ob er noch einmal erwacht
schlaf bei offenem Fenster meint
bei dieser Kälte
probeliegen für die pathologie
auferstehung
macht furchtlos
erfrieren ist
die schreckliche form
des blaumachens
dann lieber
seegang
im büro
mit abendfeuer
statt abenteuer
wahre welten
gibts nur
im kopf
wenn er leer ist.
ins feuer starren:
schlechthinnige primitivkreativität
besser als grillen
denn:
sodbrennen bleibt aus
langsam hinübertreiben
traumtexte fabeln
skdfjowieöln.,mnxn..cvb.
ein abendfeuer
meeresstille im büro
eisfreie zone
drausen friert stein und bein
drinnen wärmt sich
das fleisch
harrt der Dinge
und deren Ende
aber vorher
die freuden
des schlafes
wer weiß schon
ob er noch einmal erwacht
schlaf bei offenem Fenster meint
bei dieser Kälte
probeliegen für die pathologie
auferstehung
macht furchtlos
erfrieren ist
die schreckliche form
des blaumachens
dann lieber
seegang
im büro
mit abendfeuer
statt abenteuer
wahre welten
gibts nur
im kopf
wenn er leer ist.
ins feuer starren:
schlechthinnige primitivkreativität
besser als grillen
denn:
sodbrennen bleibt aus
langsam hinübertreiben
traumtexte fabeln
skdfjowieöln.,mnxn..cvb.
Pfarrhauslyrik á la Mörike
Der Frühling hat ein graues Band
um sein Herz geschlungen
Schleier liegen überm Land
Vögel haben ausgesungen
Regen fällt in dünnem Streif
macht die Wiesen grüner
Kospen sind zum Platzen reif
Der Krokus wird schon kühner
Frühlingskitsch wie dieser hier
meldet sich im Hirne
drum tipp ich mit dem Finger mir
ganz heftig an die Stirne
Frühlingsgefühle
die gefallenen blätter
bilden längst stinkende,
schmierige klumpen
auf glitschigem Grund
wo schnee war
eklige Ränder
das neue
ist auch
nur das
künftige
alte.
natur ist eine
zumutung
ewige Verdauung.
bilden längst stinkende,
schmierige klumpen
auf glitschigem Grund
wo schnee war
eklige Ränder
das neue
ist auch
nur das
künftige
alte.
natur ist eine
zumutung
ewige Verdauung.
Gartengedichte
Das Gras knistert grün
Frühsommerfrühlingssonne
Mähergebrumme
Glasklare Dünste
trübe Morgensonne kämpft
Lichtverheißungen
Margeritenkraut
Der Mäher umfährt sie zart
kommender Blütenrausch
Nerviges Dröhnen
Frühlingsfliege am Fenster
darf weiterleben
*********
Im Frühling schon den
Schmerz des Winters spüren:
wahre Trauerkunst.
Die aufgehende Sonne ist eben
die anderswo
untergegangene.
**************
Rasenmäherpösje
Die Sonne sticht
der Mäher brummt:
im grellen Licht
der Rasen klumpt
Der Tropfen rinnt
am Rücken runter
und trotzdem findt
ich mich ganz munter
Das grüne Kraut
wird abrasiert
die helle Stirn
ist schweißverschmiert.
Frühsommerfrühlingssonne
Mähergebrumme
Glasklare Dünste
trübe Morgensonne kämpft
Lichtverheißungen
Margeritenkraut
Der Mäher umfährt sie zart
kommender Blütenrausch
Nerviges Dröhnen
Frühlingsfliege am Fenster
darf weiterleben
*********
Im Frühling schon den
Schmerz des Winters spüren:
wahre Trauerkunst.
Die aufgehende Sonne ist eben
die anderswo
untergegangene.
**************
Rasenmäherpösje
Die Sonne sticht
der Mäher brummt:
im grellen Licht
der Rasen klumpt
Der Tropfen rinnt
am Rücken runter
und trotzdem findt
ich mich ganz munter
Das grüne Kraut
wird abrasiert
die helle Stirn
ist schweißverschmiert.
Urlaubsennui
Im leeren Hirn
toben keine Stürme.
Der elektrische Strom
fließt zäh dahin
und treibt keine Ganglienmühle.
Selbst der Schlaf ist traumlos
Probleme einfach ausgeknipst.
Pflanzenhafte Existenz:
eine selstame Form von echtem Glück.
Wenn doch die Sonne schiene!
Vielleicht liesse sich
ein Schmetterling auf mir nieder.
toben keine Stürme.
Der elektrische Strom
fließt zäh dahin
und treibt keine Ganglienmühle.
Selbst der Schlaf ist traumlos
Probleme einfach ausgeknipst.
Pflanzenhafte Existenz:
eine selstame Form von echtem Glück.
Wenn doch die Sonne schiene!
Vielleicht liesse sich
ein Schmetterling auf mir nieder.