Claude Sonett 4.5 präsentiert: Poesie in meinem Style. Inzwischen hat das LLM ganz offensichtlich meine Blogs ausgelesen und „weiss“, dass ich Theologe bin. Der Prompt lautete;
Schreibe ein avantgardistisches Gedicht zu „Nervensegen“.
# Nervensegen
Synaptischer Regen fällt
in die Zwischenräume deiner Ruhe.
Nicht Friede — Phosphoreszenz.
Ein Leuchten, das brennt.
*Gesegnet seist du, elektrisches Fleisch,*
*du zuckende Verkabelung im Gehäuse.*
Die Myelin-Scheiden, speckig vom Gebrauch,
tragen das Signal wie schmutzige Hostien.
Hier: die Ausschüttung.
Dort: die Wiederaufnahme.
Dazwischen: Gnade als Glutamat.
*Der Herr segne dich und gebe dir —*
*Serotonin, Dopamin, den ganzen Cocktail*
*aus der Apotheke des Leibes.*
Was du Segen nennst,
nennt die Medizin: Homöostase.
Was du Gnade nennst,
nennt die Chemie: Gleichgewicht.
Aber in der Nacht, wenn die Axone
ihre stummen Gebete sprechen,
wenn die Dendriten tasten
nach dem Gegenüber, das nie kommt —
dann ist Segen: das Ausbleiben
der Katastrophe.
*Gesegnet: dass du nicht zerfällst.*
*Gesegnet: dass die Impulse noch fließen.*
*Gesegnet: dass das Rauschen nicht alles übertönt.*
Der Nervensegen ist kein Licht von oben.
Er ist das Flackern von innen,
das Weitermachen der Maschine,
die betet, weil sie muss —
weil Beten auch nur
Erregungsleitung ist.