als ich heute
wie es meine pflicht ist
den tisch deckte
knallten messer und gabel und löffel
mit doch eher dumpfem Geräusch,
sagen wir mal: ein ploppendes Scheppern,
auf den tisch.
ich war sehr erstaunt,
dass es nicht silberhell klang.
und wieder einmal war mir bestätigt:
sie lügen alle
die poeten.
Sonntag, 30. Juli 2017
Freitag, 28. Juli 2017
VW-Werk
Das treue Brummen der Ventilatoren
verströmt einen Sound der Gewissheit:
Maschinen sind wahrhaftig
und edel
zu Stahl und Kupfer und Alu
erstarrter Geist
in sich die Kraft
der Vulkane und Winde und Ozeane.
Rhythmusgeber,
Musik des bewusstlosen Schaffens,
selbst voller Schmutz
sind sie rein.
Das Ballett der Roboter
voll kleistisch-paradiesischer Anmut.
Und die sie bedienen
tanzen mit ihnen,
tanzen den Tanz
für das goldenen Kalb,
den kinderfressenden Mammon,
für das tägliche Brot.
Das ist der große Gesang
der Ventilatoren
die nichts wissen
von den Lügen
denen sie Atemluft fächeln:
Luft, gefüllt mit dem Gift
der Maschinen und Menschen.
verströmt einen Sound der Gewissheit:
Maschinen sind wahrhaftig
und edel
zu Stahl und Kupfer und Alu
erstarrter Geist
in sich die Kraft
der Vulkane und Winde und Ozeane.
Rhythmusgeber,
Musik des bewusstlosen Schaffens,
selbst voller Schmutz
sind sie rein.
Das Ballett der Roboter
voll kleistisch-paradiesischer Anmut.
Und die sie bedienen
tanzen mit ihnen,
tanzen den Tanz
für das goldenen Kalb,
den kinderfressenden Mammon,
für das tägliche Brot.
Das ist der große Gesang
der Ventilatoren
die nichts wissen
von den Lügen
denen sie Atemluft fächeln:
Luft, gefüllt mit dem Gift
der Maschinen und Menschen.
Wüstenvaters Nörgeleien III
Beim Betrachten des Ladebalkens: 100% Leben heisst Sterben. Heidegger für Nerds.
Wer seine Arbeit liebt, liebt nicht, sondern geht der Liebe gerade aus dem Weg. Arbeit liebt nicht zurück.
Wo Fasten meint: „weniger fressen“ ist es noch verlogener.
Kleine Korrektur eines wohlfeilen frommen Spruchs: Du kannst nicht tiefer fallen als aus Gottes Hand.
Ich arbeite nicht, um mich zu betäuben, ich betäube mich, um zu arbeiten. Darum arbeite ich mich auch nicht dumm und dämlich, sondern ich arbeite dumm und dämlich.
***
"Ordnung ist das halbe Leben" - Irrtum. Ordnung ist das ganze Leben. Darum sollte man es nicht mit Aufräumen verschwenden.
*****
Misstraue Menschen, die "deskriptiv" und "proskriptiv" verwechseln. Sie machen aus allem auf höchst unmoralische Weise etwas Moralisches. Sie leben in einer privaten Hölle von Vorschriften und Aufträgen, die sie gerne auch zu deiner Hölle machen möchten. Das sind übrigens oft die selben, die Wert und Würde verwechseln.
****
Männer schreiben Ethiken, Frauen sind moralisch. Beide lügen sich über ihr Begehren hinweg und hassen sich dafür.
*****
"Einfach mal die Seele baumeln lassen." - dafür muss man erst einmal eine haben.
****
Auf einfache Weise Spaß haben? Beiläufig drauf hinweisen, dass "Naturrecht" nichts anderes heißt als: Herrschaft des Begehrens, yoni und lingam. Da werden sogar hartgesottene Atheisten plötzlich fromm und faseln von "der Natur", als wäre sie eine Göttin der moralischen Ordnung (jede Pflanze zeigt in ihrer völligen Schamfreiheit, dass das Unsinn ist). Noch mehr Spaß haben? Unter Theologen und Theologinnen beiläufig einwerfen, das christliche Ethik, als religiöse Ethik, immer vom Willen Gottes ausgeht. Da werden selbst fromme Christen zu Atheisten, die vom "Gebot" faseln, als wäre das nicht der Wille Gottes. Hauptargument: "Das kann man doch so nicht sagen". Sprechverbote fand ich schon seit je besonders amüsant - sie provozieren geradezu die Reaktion: "Das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen".
*****
Chomskyscher Unsinn: Etwas, das alle für richtig halten, ohne zu bedenken, dass allein das schon stutzig machen sollte.
*****
Wer sich für kompetent hält, zeigt schon Inkompetenz.
*****
Was in der Religion "Heuchelei" heißt, heißt im sonstigen Leben "Opportunismus" und ist nur halb so schlimm.
*****
"Ohne Frauen gäbe es nicht so viele Menschen. Ohne Männer nicht so viele dumme Menschen." (Gegen wieviele und welche Denk/Sprechverbote verstößt jeder Teilsatz, gegen welche und wieviele ihre Kombination, und wie ändert sich das angesichts von Hautfarbe, Sprache und Geschlecht?)
Wer seine Arbeit liebt, liebt nicht, sondern geht der Liebe gerade aus dem Weg. Arbeit liebt nicht zurück.
Wo Fasten meint: „weniger fressen“ ist es noch verlogener.
Kleine Korrektur eines wohlfeilen frommen Spruchs: Du kannst nicht tiefer fallen als aus Gottes Hand.
Ich arbeite nicht, um mich zu betäuben, ich betäube mich, um zu arbeiten. Darum arbeite ich mich auch nicht dumm und dämlich, sondern ich arbeite dumm und dämlich.
***
"Ordnung ist das halbe Leben" - Irrtum. Ordnung ist das ganze Leben. Darum sollte man es nicht mit Aufräumen verschwenden.
*****
Misstraue Menschen, die "deskriptiv" und "proskriptiv" verwechseln. Sie machen aus allem auf höchst unmoralische Weise etwas Moralisches. Sie leben in einer privaten Hölle von Vorschriften und Aufträgen, die sie gerne auch zu deiner Hölle machen möchten. Das sind übrigens oft die selben, die Wert und Würde verwechseln.
****
Männer schreiben Ethiken, Frauen sind moralisch. Beide lügen sich über ihr Begehren hinweg und hassen sich dafür.
*****
"Einfach mal die Seele baumeln lassen." - dafür muss man erst einmal eine haben.
****
Auf einfache Weise Spaß haben? Beiläufig drauf hinweisen, dass "Naturrecht" nichts anderes heißt als: Herrschaft des Begehrens, yoni und lingam. Da werden sogar hartgesottene Atheisten plötzlich fromm und faseln von "der Natur", als wäre sie eine Göttin der moralischen Ordnung (jede Pflanze zeigt in ihrer völligen Schamfreiheit, dass das Unsinn ist). Noch mehr Spaß haben? Unter Theologen und Theologinnen beiläufig einwerfen, das christliche Ethik, als religiöse Ethik, immer vom Willen Gottes ausgeht. Da werden selbst fromme Christen zu Atheisten, die vom "Gebot" faseln, als wäre das nicht der Wille Gottes. Hauptargument: "Das kann man doch so nicht sagen". Sprechverbote fand ich schon seit je besonders amüsant - sie provozieren geradezu die Reaktion: "Das wird man doch wohl noch mal sagen dürfen".
*****
Chomskyscher Unsinn: Etwas, das alle für richtig halten, ohne zu bedenken, dass allein das schon stutzig machen sollte.
*****
Wer sich für kompetent hält, zeigt schon Inkompetenz.
*****
Was in der Religion "Heuchelei" heißt, heißt im sonstigen Leben "Opportunismus" und ist nur halb so schlimm.
*****
"Ohne Frauen gäbe es nicht so viele Menschen. Ohne Männer nicht so viele dumme Menschen." (Gegen wieviele und welche Denk/Sprechverbote verstößt jeder Teilsatz, gegen welche und wieviele ihre Kombination, und wie ändert sich das angesichts von Hautfarbe, Sprache und Geschlecht?)
Samstag, 22. Juli 2017
mimikry
Der sommer tarnt sich als herbst.
er will nicht groß sein
scheut die verpflichtung
zum garanten des glücks.
das ist natürlich eine verschwörung.
jemand muss schuld sein.
das klima (auch wenn es die meisten
mit dem wetter verwechseln)
ist opfer inzwischen.
und ausgerechnet die frommen
glauben
sie könnten die SCHÖPFUNG zerstören
dabei ist es doch bloß
die welt.
der sommer tarnt sich als herbst
dahinter hört man
ein teuflisches kichern.
er will nicht groß sein
scheut die verpflichtung
zum garanten des glücks.
das ist natürlich eine verschwörung.
jemand muss schuld sein.
das klima (auch wenn es die meisten
mit dem wetter verwechseln)
ist opfer inzwischen.
und ausgerechnet die frommen
glauben
sie könnten die SCHÖPFUNG zerstören
dabei ist es doch bloß
die welt.
der sommer tarnt sich als herbst
dahinter hört man
ein teuflisches kichern.
Freitag, 21. Juli 2017
Weltuntergang
Apokalyptiker sind übrigens klammheimlich zutiefst davon überzeugt, "gerettet" zu werden. Das macht das ganze so widerlich verlogen.
Dienstag, 18. Juli 2017
entrümpeln iv
was für ein grauen,
wenn die dinge auferstünden.
es wäre die vollkommene orgie
der rache.
wenn die dinge auferstünden.
es wäre die vollkommene orgie
der rache.
entrümpeln iii
container sind särge
blaue Säcke schlucken späne
abgehobelt dem leben
und rappelnde eimer
saufen den staub
der dinge für später.
vor dem einem später
dem kein später folgt
ist alles, wahrlich und wahrhaftig alles
lästiger müll.
es gibt nämlich kein später
die halde lehrt
heute ist jetzt.
blaue Säcke schlucken späne
abgehobelt dem leben
und rappelnde eimer
saufen den staub
der dinge für später.
vor dem einem später
dem kein später folgt
ist alles, wahrlich und wahrhaftig alles
lästiger müll.
es gibt nämlich kein später
die halde lehrt
heute ist jetzt.