Freitag, 3. März 2017

Freitag

Die Wochenbrocken
kleben am müden Leib
Erledigt vom Unerledigten
wird das Sofa zum Teilzeitgrab.

Selbstmordättentäter

Das Paradies für Selbstmordattentäter wird sein, wenn die Hölle auf Betriebsausflug ist.

Mittwoch, 1. März 2017

Eklig

Texte sind ja so etwas wie gelierter Hirnsaft. So fühlen sie sich jedenfalls hinterher an.

Montag, 27. Februar 2017

Tapferkeit, Mut, Besonnenheit, Frömmigkeit.

Es ist nicht tapfer, sich in die Luft zu sprengen. Es ist nicht tapfer, Komplexität durch Gewalt zu reduzieren. Es ist tapfer, sich der Komplexität zu stellen.
Es ist nicht weise, an Sätze und Wörter zu glauben. Es ist nicht weise, zu wissen, was Grund und Ursache von allem ist. Es ist weise, auf dieses Wissen zu verzichten.
Es ist nicht besonnen, einfach den Mund zu halten. Es ist nicht besonnen, sich zurückziehen. Es ist besonnen, die Balance zu finden zwischen Schweigen und Reden, Tun und Ruhn.
Es ist nicht fromm, Gott so groß zu machen, das alles andere klein wird. Es ist nicht fromm, zwischen Verstand und Gemüt eine Mauer zu bauen. Es ist fromm, Gott so die Ehre zu geben, dass dem Menschen die Ehre gegeben wird.

Sprachweisheit

Es gibt einen bemerkenswerten Zusammenhang zwischen Rechthaberei und Rechtssein. Der ist weder etymologisch noch psychologisch, weder semantisch noch historisch. Aber, wie soll ich sagen, erfahrungsmäßig.

Melancholiegenerierendes Dispositiv der Charismen

Würde man mich nur machen lassen, was ich wirklich kann: Predigen und Unterrichten, ich könnte der Kirche sicherlich einen großen Dienst leisten, und sicherlich auf ganz neuen Wegen. 

Leider muss ich soviel machen, was ich nicht nur nicht kann, sondern sogar nur schlecht kann, und oft mit uneffektiven Tools.

Womit ich der Kirche eher schade.
Weshalb ich da auch nicht mehr hin will.
Was sehr schmerzhaft ist.
Und mich traurig macht.

Gerade meine Charismen sind die am wenigsten gewertschätzten im Gemeindepfarramt.
Nicht in der öffentlichen Beteuerung.
Aber im Tagesgeschäft.

Eine vermurkste Predigt, ein schlampiger, weil schnell zusammengeklickter Gottesdienst, ein huddelig vorbereiteter Unterricht oder gar schlichter theologischer Unsinnn: shit happens.

Aber wehe, eine Tagesordnung oder ein Geburtstagsbesuch..na, und so weiter.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal an diesen Punkt komme.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Kult und sonstige Abgöttereien

So, und nun lassen wir Luther mal Luther sein und schauen mal, was die christliche Tradition sonst noch so zu bieten hat.