Aus der wurzel radikale liebe
Joseph geliebter lief nicht weg
Maria trug schande für gnade
die hirten bezeugten 1000 jahre verheißung
radikale liebe umgleisst engel und vieh
keiner gefragt alle gottlos geladen
radikale liebe oder sie ist nicht
tod teufel und weihnachtsmann
einfach ignoriert als wären sie
so alte männer die uns grade nerven
die weisen von überall
zu toren gemacht durch heiße liebe
tönendes erz ihre sterne
wahr nur das wort geschrieben gesprochen
in der ersttagssprache der lichtwerdung
das schon radikale liebe: bumm!
greif zu, wenn du nicht dumm bist: glaube
was schert uns die wahrheit
hier liegt sie weibgeboren
gezeugt umgeschaffenes fleisch verottbar
Weihrauch, Myrrhe, Gold: Schnickschnack
immer zuerst das lichtreis aus finsterniswurzel
fürchtet euch nicht kommt ungeladen alle:
euch ist heute der heiland geboren
und alle heißt alle
radikale liebe oder es ist keine:
fürchtet euch nicht
werdet krippe
blüht.
Montag, 24. Dezember 2018
Starke verben, christologisch konjugiert
Erkoren
(vor aller Zeit. In der Ewigkeit.
Wahrscheinlich weiß man nur in der hölle,
was das heißt,
weil man da für
theologia archetypa zeit hat.
anderswo gehts um die wurst,
[die oft nur die eine rettende
handvoll reis ist: inrisation. ]
egal.
für uns heißt es
gnade immerschon fürimmer füralle)
Geboren
(wenn alles glatt ging: gott mit käseschmiere.
hat joseph die nabelschnur durchschnitten?
windeln: Jesus kackt)
Verloren
(ungefunden. niemand sucht: frommes gerede
glaubensloser. [also aller: lest Paulus, ihr pack]
hätten wir glauben, bräuchts ihn nicht
[schönes paradox, sehr vernünftig]
wir suchen nichts. er findet uns.
Gottes wort lost in translation.
wer schweigt, hat nicht gehört)
Erfroren
(An der kälte der welt im heißen israel.
Soviel radioansprachenmorgenkitsch muss sein,
weil:
happiest end.
try.)
Vergoren
(Zu wein. und brot. Also hefe.
geh auf mein herz.
prost der ganzen welt)
(vor aller Zeit. In der Ewigkeit.
Wahrscheinlich weiß man nur in der hölle,
was das heißt,
weil man da für
theologia archetypa zeit hat.
anderswo gehts um die wurst,
[die oft nur die eine rettende
handvoll reis ist: inrisation. ]
egal.
für uns heißt es
gnade immerschon fürimmer füralle)
Geboren
(wenn alles glatt ging: gott mit käseschmiere.
hat joseph die nabelschnur durchschnitten?
windeln: Jesus kackt)
Verloren
(ungefunden. niemand sucht: frommes gerede
glaubensloser. [also aller: lest Paulus, ihr pack]
hätten wir glauben, bräuchts ihn nicht
[schönes paradox, sehr vernünftig]
wir suchen nichts. er findet uns.
Gottes wort lost in translation.
wer schweigt, hat nicht gehört)
Erfroren
(An der kälte der welt im heißen israel.
Soviel radioansprachenmorgenkitsch muss sein,
weil:
happiest end.
try.)
Vergoren
(Zu wein. und brot. Also hefe.
geh auf mein herz.
prost der ganzen welt)
Sonntag, 23. Dezember 2018
huhn, providentiell
Zwei große lüste bedient mir das Huhn:
suppe und bett. Kein anders tier
kommt mir so nahe und wäre mir
rettung in zeiten der flucht
Die suppe nährt nicht nur
sie füllt auch den magen und
kleidet ihn aus mit fließender wärme
sie leistet von innen was federn
mir bieten von außen
ich nenne es bergung.
Und da niemand nach mir schießt
und mein haus nicht brennt
ich also so lebe, dass ich suppe und bett
nicht brauche sondern wirklich geniesse
lobe ich trotzdem das
huhn und achte es trotz seiner
wirklich beschämenden dummheit
als vogel der vorsehung und gleichnis
suppe und bett. Kein anders tier
kommt mir so nahe und wäre mir
rettung in zeiten der flucht
Die suppe nährt nicht nur
sie füllt auch den magen und
kleidet ihn aus mit fließender wärme
sie leistet von innen was federn
mir bieten von außen
ich nenne es bergung.
Und da niemand nach mir schießt
und mein haus nicht brennt
ich also so lebe, dass ich suppe und bett
nicht brauche sondern wirklich geniesse
lobe ich trotzdem das
huhn und achte es trotz seiner
wirklich beschämenden dummheit
als vogel der vorsehung und gleichnis
Freitag, 21. Dezember 2018
Wächter der Reinheit
An den grenzen der wörter
wachen die hüter der reinheit
wilde bedeutung birgt ihnen chaos
die bedrohung ergreift sie zwischen den zeilen
Sie nennen es schmutz
und laden die waffen für den heilenden kopfschuss
ihre altäre sind wütende stätten der stumpfheit.
Und bei ihrem gesange von reinheit und rasse
grölt sich die rache in schiere extase
für die in der kindheit verlorene liebe
so hassen sie sich und den gebärenden schoß
der monatlich blutenden frauen
er ist ihnen abgrund des übels
wenn sie ihren traurigen samen ins leere verspritzen
Solcherart bitter ist das mehl den schwanzlosen mäusen und
dass sie nicht mächtig sind
beschmutzt ihre reinheit
ein stinkendes zerrbild des todes
und nichts als lästerung des blutigen gottes.
wachen die hüter der reinheit
wilde bedeutung birgt ihnen chaos
die bedrohung ergreift sie zwischen den zeilen
Sie nennen es schmutz
und laden die waffen für den heilenden kopfschuss
ihre altäre sind wütende stätten der stumpfheit.
Und bei ihrem gesange von reinheit und rasse
grölt sich die rache in schiere extase
für die in der kindheit verlorene liebe
so hassen sie sich und den gebärenden schoß
der monatlich blutenden frauen
er ist ihnen abgrund des übels
wenn sie ihren traurigen samen ins leere verspritzen
Solcherart bitter ist das mehl den schwanzlosen mäusen und
dass sie nicht mächtig sind
beschmutzt ihre reinheit
ein stinkendes zerrbild des todes
und nichts als lästerung des blutigen gottes.
Sonntag, 16. Dezember 2018
gebet, nach bach, weihnachten
Tröste mich und mach mich frei
der dornbusch soll brennen in mir
und weit meine schuhe von meinen füßen liegen
alle trauer in mir verglühe in versen
wörter wachsen wie efeuranken
die zunge schnalze nie geübte laute
dass selbst die katze bewundernd aufhorcht
und ich lege mir blei in die sohlen
dass ich der erde treu bleibe und meinem weib
Tröste mich und mach mich frei
fliegen wäre schön reden ohne denken
und schreiben als tät‘s die feder allein
und einfach so da sein
und atmen und essen und lieben
vor allem lieben und nochmal lieben
und trösten und frei sein
ochse und esel bin ich schon
lieber aber wäre ich
die krippe
der dornbusch soll brennen in mir
und weit meine schuhe von meinen füßen liegen
alle trauer in mir verglühe in versen
wörter wachsen wie efeuranken
die zunge schnalze nie geübte laute
dass selbst die katze bewundernd aufhorcht
und ich lege mir blei in die sohlen
dass ich der erde treu bleibe und meinem weib
Tröste mich und mach mich frei
fliegen wäre schön reden ohne denken
und schreiben als tät‘s die feder allein
und einfach so da sein
und atmen und essen und lieben
vor allem lieben und nochmal lieben
und trösten und frei sein
ochse und esel bin ich schon
lieber aber wäre ich
die krippe
Samstag, 15. Dezember 2018
kellerkind
Heute mal wieder in den keller gestiegen
mein wahres Ich besuchen.
Es sah ganz gut aus.
Bisschen ausgezehrt.
Wir plauderten ein wenig
über vergangene zeiten.
Als es dann verlangte
doch mal wieder nach oben zu dürfen
war mir wieder klar
warum es hier unten ist.
mein wahres Ich besuchen.
Es sah ganz gut aus.
Bisschen ausgezehrt.
Wir plauderten ein wenig
über vergangene zeiten.
Als es dann verlangte
doch mal wieder nach oben zu dürfen
war mir wieder klar
warum es hier unten ist.
Klimawandel
Der wahre Grund für den Klimawandel:
die Menschen werden immer mehr
und immer dicker (ich auch!).
Dadurch wird die Erde
immer schwerer.
Das senkt ihre Geschwindigkeit.
Dadurch sinkt ihre Umlaufbahn
Es wird immer heißer.
Und die Jahre immer kürzer:
Das merke ich schon lange.
Also mehr Verhütung,
weniger essen.
Das eine im Süden,
Das andere im Norden.
Ich finde, ich sollte amerikanischer
Präsident werden.
die Menschen werden immer mehr
und immer dicker (ich auch!).
Dadurch wird die Erde
immer schwerer.
Das senkt ihre Geschwindigkeit.
Dadurch sinkt ihre Umlaufbahn
Es wird immer heißer.
Und die Jahre immer kürzer:
Das merke ich schon lange.
Also mehr Verhütung,
weniger essen.
Das eine im Süden,
Das andere im Norden.
Ich finde, ich sollte amerikanischer
Präsident werden.