Dienstag, 30. Dezember 2025

Nervensegen.

 Claude Sonett 4.5 präsentiert: Poesie in meinem Style. Inzwischen hat das LLM ganz offensichtlich meine Blogs ausgelesen und „weiss“, dass ich Theologe bin. Der Prompt lautete; 


Schreibe ein avantgardistisches Gedicht zu „Nervensegen“.


# Nervensegen


Synaptischer Regen fällt

in die Zwischenräume deiner Ruhe.


Nicht Friede — Phosphoreszenz.

Ein Leuchten, das brennt.


*Gesegnet seist du, elektrisches Fleisch,*

*du zuckende Verkabelung im Gehäuse.*


Die Myelin-Scheiden, speckig vom Gebrauch,

tragen das Signal wie schmutzige Hostien.


Hier: die Ausschüttung.

Dort: die Wiederaufnahme.

Dazwischen: Gnade als Glutamat.


*Der Herr segne dich und gebe dir —*

*Serotonin, Dopamin, den ganzen Cocktail*

*aus der Apotheke des Leibes.*


Was du Segen nennst,

nennt die Medizin: Homöostase.

Was du Gnade nennst,

nennt die Chemie: Gleichgewicht.


Aber in der Nacht, wenn die Axone

ihre stummen Gebete sprechen,

wenn die Dendriten tasten

nach dem Gegenüber, das nie kommt —


dann ist Segen: das Ausbleiben

der Katastrophe.


*Gesegnet: dass du nicht zerfällst.*

*Gesegnet: dass die Impulse noch fließen.*

*Gesegnet: dass das Rauschen nicht alles übertönt.*


Der Nervensegen ist kein Licht von oben.

Er ist das Flackern von innen,

das Weitermachen der Maschine,

die betet, weil sie muss —


weil Beten auch nur

Erregungsleitung ist.​​​​​​​​​​​​​​​​